Meeting im Pool ist cool

By 21. Juni 2015 12. April 2017Allgemein, Events & Stories
Meeting im Pool

Wie im letzten Blog Post bereits beschrieben, sind wir aufgrund der InfoComm in Orlando mitten im Juni nach Florida geflogen. Wir wollten uns eine Messe ansehen, um zu entscheiden, ob es sich für uns lohnen könnte zukünftig hier auszustellen.

Wer Florida gut genug kennt, der weiß, dass dieser Sonnenstaat im Sommer drückend heiß und schwül ist. Auf den „Keys“, der südlichsten Spitze Floridas und sogar zum Teil in Miami selber regnet es zu dieser Jahreszeit fast täglich. Nur kurz und teilweise heftig und fast immer zu gleichen Zeit: Später Nachmittag. Da die Temperaturen selbst nachts nur wenig unter 30 Grad fallen, kann man sich vorstellen, wie schnell die entstandenen Pfützen verdunsten. Jedes Mal, wenn man aus dem klimatisierten Auto steigt, erschlägt einem diese Wand aus heisser Luft mit bis zu 97 Prozent Feuchtigkeit. Im August soll es hier noch schlimmer sein – zum Glück sind wir dann in Deutschland.

Als wir die Heimat verließen, waren es auch in Düsseldorf 30 Grad. Trotzdem wollen wir nicht verschweigen, dass die Aussicht auf die verlässliche Sonne Floridas für Vorfreude sorgte. Zum jetzigen Zeitpunkt – etwa eine Woche später – ist man gut beraten an den deutschen Küsten eine Jacke zu tragen. Wollen wir uns mal nicht beklagen.

Wir planten die Zeit vor und nach der Messe auch für Besprechungen mit unserem US-Partner Winfried (Quast Media) und für Kunden- und Partnerbesuche zu nutzen. Im US-Bundesstaat Florida haben wir bereits einige Kunden und es würde wohl äusserst spannend und lehrreich sein zu erfahren, wie die unsere Digital Signage Lösung nutzen.

Zimmer für 38 Dollar

Die Messe selbst hatten wir zusammen mit Winfried besucht. Bereits einen Tag vorher und am Tag nach der Messe setzten wir uns zusammen, um über neue Pläne und Visionen zu diskutieren. Wir hatten ein Billighotel gebucht, welches noch einigermaßen gut bewertet war. Wir sind da nicht so. Oftmals hatten wir sogar gute Erfahrungen mit Unterkünften ebensolcher Kategorie gemacht. Zwar hatte der Winfried uns im Vorfeld tolle Hotels mit entsprechendem Budgethunger empfohlen aber wir winkten ab: „Zu teuer – brauchen wir nicht“.

„Dann bucht ihr doch!“, teilte uns unser US-Partner mit. Wie bei uns üblich, hatten wir das dann auch einen Tag vor Ankunft getan und bereits beim Buchen der 38-Dollar-Unterkunft je Zimmer hatten wir uns frotzelnd gefragt, wie der Winfried das wohl finden würde :). Immerhin waren die Appartements unweit der Messe gelegen und noch mit 7,2 Punkten bei Booking.com bewertet.

Als wir morgens das Hotel in Orlando erreichten, konnten wir nicht einchecken, sondern durften vorerst nur die Koffer abstellen. Die Zimmer seien ab 14 Uhr bezugsfertig, hieß es lapidar. „Okay, dann machen wir das so und holen den Winfried jetzt erst mal vom Flughafen ab. Passt!“

Außer uns ist niemand so verrückt und fährt zu dieser Zeit offen in Florida.

Außer uns ist niemand so verrückt und fährt zu dieser Zeit offen in Florida.

Der erste kurze Blick in die Anlage verriet das Vorhandensein eines großen Swimmingpools, umringt von einfachen Appartements, die ihre beste Zeit wohl in den 80er Jahren hatten. Im typischen Motel-Stil verfügte jedes Appartement über eine Tür nach draußen. Irgendwie erinnerte uns das an unsere mittlerweile obligatorische Unterkunft in San Francisco – unserem „Surf Motel“. Nur das jenes mehr als doppelt so teuer war, wie diese Unterkunft hier.

Abermals mussten wir auf dem Weg zum Flughafen frotzeln. „Was der Winfried wohl sagen wird?“, lachten wir. „Wir bringen den mal runter auf unser Niveau!“ – und lachten weiter.

Zurück vom Flughafen, den offenen Camaro mit Winfried und seinem Koffer beladen, konnten wir tatsächlich zumindest schon mal einchecken. Auf die Zimmer konnten wir immer noch nicht. „At 4 pm!“, hieß es. Also Koffer wieder abstellen und vorerst zum Pool. Da konnten wir uns wenigstens hinsetzen. Unter’m Sonnenschirm versteht sich. In der Mittagssonne Orlandos kann man es kaum aushalten. Also Bade-Shorts aus dem Koffer gekramt, im Auto umgezogen und ab in den Pool zum Abkühlen.

Brainstorm statt Hurricane

Abkühlen? War nicht drin.
Wer kennt das nicht: Wenn man das erste Mal ins Wasser geht, dann belegt man dies oft mit einem „Ffff – uhhh“ und bewegt sich langsam, Stufe um Stufe in größere Tiefen. Das kühle Nass sorgt oft für diese Töne mit hochgezogenen Schultern und angewinkelten Armen. Oder man springt wie ein echter Kerl ins Wasser und denkt sich nur ein „Uhhh“!
Hier aber bemerkt man kaum die Grenze zwischen Wasser und Luft am Körper und man geht in den Pool, als hätte man ihn nur Sekunden zuvor verlassen. Im geschätzten 37 Grad warmen Nass kann man es zumindest lange aushalten. Selbst ohne Bewegung kann man gar nicht auskühlen – wie denn auch? Blaulippige Kinder wird man hier vergebens suchen. Man könnte die ganze Nacht im Pool verbringen und wahrscheinlich herrlich dabei schlafen.

Besprechung im Pool

Meeting im Pool ist cool.

Wir hatten an diesem Tag echte Meetings im Pool und vollzogen unser gemeinsames Brainstorming. Ideen sprudelten. Ob es inspirierend ist, wenn man sich entspannt im Pool aufhält? Vielleicht trug einfach nur diese völlig entspannte Situation dazu bei, dass die Gedanken frei waren und der Kopf kreativ wurde. Wir hatten ernsthaft und gleichzeitig spaßend darüber nachgedacht, wie es wohl wäre, wenn man so etwas auch auf der Terrasse unseres Büros in Düsseldorf durchführen könnte – die Baustatik mal außer Acht gelassen.

Von diesem Tag an gingen wir öfter mal in den Pool, um unsere Besprechungen, unser Brainstorming durchzuführen. Wir denken schon, dass gute Ideen entstehen könnten, wenn man das auch in Düsseldorf machen könnte aber bereits der deutsche Sommer würde einen breiten Strich durch unsere Rechnung machen. Wenn wir nur unseren Hauptsitz in Kalifornien hätten…

Mitbewohner

Um vier Uhr nachmittags konnte der Winfried immer noch nicht auf’s Zimmer. Er löste das Problem durch ein 8-Dollar-Upgrade auf die „Deluxe“ Variante, die wir uns bereits im Vorfeld gegönnt hatten. Sein Zimmer war tatsächlich noch günstiger als das unsrige aber Booking.com hatte uns das Paket so vorgeschlagen und ich hatte einfach nur noch auf „Jetzt buchen“ geklickt. Wirklich, Winfried! Aber wir mussten zu dritt wieder lachen, als er grummelnd von der Hotelrezeption zurück kam und spaßend sagte: „Ihr mögt mich wohl echt nicht!“

Auch die Deluxe-Zimmer waren alles andere als „Deluxe“. Das unsrige mussten wir noch tauschen, weil über Booking.com fälschlicherweise ein Raucherzimmer gebucht wurde. Es war da drin nicht auszuhalten. Ein Tausch klappte aber problemlos. Auch die Nichtraucherzimmer rochen kaum besser. Zwar befand man sich nicht in einem Aschenbecher, wenn man die Augen schloss – es war wohl eher wie in einem Chemielabor, in dem kürzlich ein Unfall passiert sein musste. Der alte Mief dieser Möbel, Betten und des in den USA leider so üblichen Teppichs wurde jeden Morgen wohl mit einem Zehnerpack Raumspray übertüncht.

Bei dieser Chemie allemal ein Wunder, dass der Winfried obendrauf noch das Glück hatte, ein Zimmer mit zwei Mitbewohner zu bekommen, die man allgemein hin als Kakerlaken bezeichnet. Diese beiden netten Kerlchen hatten ihm den ganzen Schlaf geraubt. Ich schätze, dass sie nur aufgrund des täglichen Chemiecocktails so groß werden konnten. Zur Verwunderung Winfrieds waren die sogar in der Lage, an der Decke zu krabbeln. Dort vermutet man Kakerlaken eher selten aber man lernt ja nie aus.

Winfried

US-Partner Winfried

 

 

 

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