Steigende Mitarbeitermotivation bei sinkenden Ausgaben – geht das?

By 9. November 2017 9. November 2017Allgemein, Marketing & Kommunikation
Mitarbeitermotivation im heutigen Zeitalter

“Die Kreativität und die Motivation, das heißt die Leistungsbereitschaft der Menschen gilt es, als zentrale Erfolgsfaktoren im Zeitalter der vierten industriellen Revolution, zu erkennen und zu fördern.”  – Hans-Jörg Bullinger.

Der “War for talents” tobt

Die Motivationsfrage gilt es für Personaler und HR-Kräfte zu beantworten und dabei den Tellerrand der klassischen Motivations-Tools wie Feedbackgespräche und Jahresvereinbarungen gedanklich zu überschreiten.

Denn die Zeichen sind deutlich: Selten war die Mitarbeitersuche und -bindung so wichtig wie heute. Die 68-iger Generation “Babyboom”, eine der geburtenreichsten Jahrgänge, steht kurz vor der Berentung und mit ihr die Arbeitgeber vor einem nie dagewesenen Personalmangel – insbesondere im Bereich der Fach- und Führungskräfte.

Dem Gegenüber steht die “Generation Y”. Eine von Freizeit und Wohlfühl-Attitüde geprägte Altersschicht der Mittzwanziger bis Mittdreißiger mit Hang zum Hedonismus. So in etwa liest es sich in vielen Artikeln.

Losgelöst von festen Werten sind es die Kinder des Mauerfalls, der geschiedenen Eltern, Anhänger der Nichts-ist-für-die-Ewigkeits-Bewegung. Ein Schreckgespenst für jeden, der nach menschlicher Ressource sucht, oder?

Die aufkommende Asymmetrie verdeutlicht, dass ein Umdenken in den Köpfen der Arbeitgeber stattfinden muss. Denn nur mit innovativen Wegen lassen sich junge, gut ausgebildete Kollegen akquirieren und viel wichtiger noch, langfristig an das Unternehmen binden.

Motivation dient dabei als Schlüssel zum Erfolg.

 

100 Millionen Euro Einsparungspotenzial pro Jahr

Wie groß die Herausforderung in Sachen Mitarbeitermotivation ist, zeigt eine Studie von Gallup. In dem Engagement Index 2016 wird deutlich, dass lediglich 18% der Arbeitnehmer eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitsplatz aufbauen. Der Rest macht Dienst nach Vorschrift oder schlimmer noch, hat innerlich bereits gekündigt.

Ein erschreckendes Ergebnis mit schwerwiegenden Folgen, denn dieser Zustand kostet Geld, und zwar 80 bis 100 Milliarden Euro pro Jahr. Ausgelöst durch höhere Fehlzeiten der  weniger bis gar nicht motivierten Mitarbeiter entstehen so finanzielle Defizite, die für kleine Unternehmen im schlimmsten Fall das Aus bedeuten können.

Doch wie erreiche ich als Unternehmern meine Mitarbeiter auf Augenhöhe?

 

Die zwei Seiten der Motivation

Motivation setzt sich aus zwei wesentlichen Bestandteilen zusammen:

Die extrinsische Motivation beschreibt die Konsequenz, die auf ein bestimmtes Verhalten folgt. Hierbei werden Mitarbeiter, durch die zu erwartende Gegenleistung, durch eine Aufgabe gezogen, ohne diese aus eigenem Antrieb lösen zu wollen. Beispiele für diese Art der Motivation sind Bonuszahlungen oder eine positive Beurteilung im Leistungsgespräch.

Die intrinsische Motivation beschreibt die tatsächliche Lust etwas zu tun. Dabei kommt der Antrieb von innen heraus. Zufriedenheit und Stolz an der eigenen Leistung sind das Resultat, das im Gegensatz zur extrinsischen Motivation schon während der eigentlichen Handlung eintritt.

In den meisten Fällen führt eine Wechselwirkung der beiden Varianten zu engagierten Mitarbeitern und die wiederum zu zufriedenen Kunden, denn rein monetäre Treiber werden nach kurzer Zeit als selbstverständlich wahrgenommen.

 

Digital Nomads

5 Ansätze die Motivation des Teams zu steigern

Work-Life-Balance, Homeoffice und Sabbatical sind nur einige der Begriffe, die uns sofort zum Thema Mitarbeitermotivation einfallen.

Doch welche Mittel versprechen langfristigen Unternehmenserfolg im Wettkampf um leistungsstarke Mitarbeiter?

Kollegiale Arbeitsatmosphäre: Der Grundgedanke eines familienorientierten Lebens ist bei der jüngeren Generation wieder in den Fokus gerückt. Ein Punkt, an dem auch im Büro angeknüpft werden kann. Denn die richtige Atmosphäre verhilft zu einem “Wir-Gefühl” und fördert den Zusammenhalt unter den Kollegen.

Wer eine solche Firmenphilosophie intern pflegt, sollte das gleichzeitig nach Außen kommunizieren. Als Aushängeschild eignet sich die Karriere Seite der Company. Hier können Goodies wie Azubi-Days, Leisure-Days und Entrepreneurs Fahrten potenzielle Bewerber überzeugen und auf das Unternehmen aufmerksam machen.

Neben den teambildenden Maßnahmen vollendet ein ansprechendes Bürodesign das Leitbild. Das richtige Interieur spiegelt die Unternehmenskultur wider und lässt die Herzen der Mitarbeiter höher schlagen.

So vervollständigen Café, Silent Room und Kickertisch ein Gefühl des Zuhauseseins. Denn Produktivität entsteht da, wo wir uns wohlfühlen.

Darüber hinaus kann anhand von gut platzierten Bildschirmen ein modernes Ambiente geschaffen werden. Unternehmensziele, Umsätze und anstehende Firmenveranstaltungen lassen sich so aufmerksamkeitsstark kommunizieren und schaffen Transparenz zwischen Unternehmen und Mitarbeitern – ein Multiplikator in Sachen Motivation.

Flexibilität am Arbeitsplatz: Junge Unternehmen haben hierbei häufig die Nase vorn. Dort sind “agile” und “lean” mehr als reine Buzzwords der Projektteams. Dabei steht Flexibilität nicht nur für Homeoffice-Konzepte, wenngleich dieses Thema in vielen Institutionen des öffentlichen Dienstes gerade erst als bahnbrechende Neuerung eingeführt wird.

Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit und freie Verfügbarkeit von Urlaubstagen zeigen nur eine handvoll der möglichen Ansätze auf.

Flexibel kann auch die Schreibtischbelegung gestaltet werden. Ein Konzept der freien Platzwahl bringt ungeahnte Vorteile mit sich. Durch die regelmäßige Konstellation an neuen Sitznachbarn werden die Kommunikationswege verkürzt und die interne Verständigung verbessert. Positive Ergebnisse in der Projektarbeit können daraus resultieren. Nebenbei bricht das klassische Abteilungsdenken auf und es findet ein übergreifender Informationsaustausch statt. Ein fruchtbarer Boden, besonders in einem Umfeld aus Crazy-8 und Scrum-Methoden.

Unterstützt wird dieser Trend durch den technischen Fortschritt. Cloudbasierte Softwarelösungen erleichtern ein standortunabhängiges Arbeiten. Laptop aufklappen, in der Cloud anmelden, loslegen – egal an welchem Schreibtisch oder anderem Ort auf der Welt.

Dabei ist es wichtig den Überblick zu bewahren. Ein Bildschirm am Eingang mit einem digitalen Sitzplan kann dabei helfen, einen Kollegen ausfindig zu machen. Ist ein Raum für ein spezielles Projektteam reserviert, können der aktuelle Projektstand, die involvierten Mitglieder und bereits erreichte Meilensteine abgebildet werden. So erkennt jeder mit einem Blick auf den Screen den Fortschritt des Vorhabens.

Regelmäßiges Feedback: Moderne Führung geht mit einem regelmäßigen Feedback einher. Das Jahresabschlussgespräch ist aus der Mode gekommen. Viel zu lang ist der Zeitraum von 12 Monaten. Sowohl für den Bewertenden als auch für sein Gegenüber. Viel sinnvoller ist es, die lange Distanz in mehrere Teilziele zu verkürzen. So können Abweichungen zeitnah angesprochen und notwendige Hilfestellungen gegeben werden.

Zalando und mymuesli machen es vor, hier denkt man in Quartalen. Die Methode, OKR (Objectives and Key Results), bricht Unternehmensziele in Meilensteine runter, die daraufhin in verschiedene Aufgaben unterteilt werden. Dadurch werden Ziele leichter messbar und vor allem erreichbar. So hat jeder die Möglichkeit zu sehen, was er mit seiner Arbeit zum übergeordneten Unternehmensziel beiträgt. Das stärkt das Verantwortungsgefühl, was wiederum zu besseren Arbeitsergebnissen führt.

Um den Effekt zu maximieren, lassen sich über einen Bildschirm im Büro die aktuellen Zwischenstände bis zur Fertigstellung abbilden. So haben die Teams immer das Ziel vor Augen. Kombiniert mit Programmen wie Zapier, können über Wenn-dann-Funktionen Gamification-Elemente zur Motivationssteigerung integriert werden. Abgeschlossene Arbeitsschritte lassen sich als Animation auf dem Screen darstellen und die Jagd nach Trophäen kann beginnen.

Abwechslungsreiche Aufgaben: Die meisten Menschen bevorzugen neue Herausforderungen gegenüber stetiger Monotonie am Schreibtisch. Denn wer eine neue Aufgabe erhält, dem wird damit gleichzeitig die Fähigkeit zugesprochen diese Aufgabe bewältigen zu können. Ein klarer Antrieb: Der Stolz auf die eigene Leistung wächst, wie wir an unseren Aufgaben.

Gemeinsame Aktivitäten: Durch außerberufliche Freizeitgestaltung wird das Wir-Gefühl gestärkt. Kollegen haben die Chance ihre Vorgesetzten in lockerer Atmosphäre ganz anders wahrzunehmen und mögliche Gemeinsamkeiten zu entdecken. Gleiches gilt natürlich auch unter den Teammitgliedern. Ein gemeinsames Hobby oder gleiche Interesse erzeugen eine starke Bindung und reduzieren bestehende Barrieren zwischen Menschen. Durch Betriebsausflüge, sportliche Aktivitäten oder gemeinsame Abende bei Meet-Ups werden Einzelkämpfer schnell zu Team-Playern. Darüberhinaus können wiederkehrende Sportveranstaltungen positiven Einfluss auf die Krankenquote nehmen, da regelmäßige Bewegung die Fitness verbessert und Volkskrankheiten wie Rückenschmerzen entgegenwirkt.

 

Customer Branding

Employer Branding

Motivation setzt schon bei der Akquise neuer Mitarbeiter an, denn gerade in Zeiten von Bewertungsportalen wie Glassdoor und Kununu sind die Jobsuchenden den Unternehmen häufig einen Schritt voraus. Bereits vor dem Absenden einer Bewerbung holen sich die Bewerber Insights der Firma. So lässt sich schnell feststellen, ob die Karriereseite nur aus Floskeln besteht oder ob die beschriebene Philosophie durch die Mitarbeiter tatsächlich transportiert wird.

Bezeichnet wird der Prozess als Employer Branding. Hierbei gilt es als Unternehmen ein klares Standing zu definieren und sich entsprechend zu präsentieren – nach innen sowie nach außen. Der Arbeitgeber tritt als Marke in Erscheinung, deren Image im Vorfeld klar abgesteckt werden sollte. Dabei dienen die eigenen Mitarbeiter als stärkste Botschafter. Mit ihrer Hilfe wird die Mitarbeitersuche unterstützt und der Weiterempfehlenswert des Arbeitgebers erhöht.

Wer seine Mitarbeiter motiviert, der hat strategisch gute Chancen den War for talents für sich zu entscheiden. Dabei sind es oft die kleinen Dinge die aus Mitarbeitern echte Fans des Unternehmens machen.

About Claus

Claus is a marketing enthusiast and a passionate diver. If he could, he would come to work in his diving suit. Instead he wears hats a lot, which is probably why he is such a strategic thinker (it all stays in one place) ;-) Besides traveling foreign places, he also enjoys great company and good food.

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