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Typografie im Digital Signage Content-Design richtig einsetzen

By 27. April 2016 7. April 2017Allgemein, Marketing & Kommunikation, Tutorials/How to

Digital Signage bedeutet, Werbe-Inhalte auf digitalen Medien, wie Bildschirmen und mobilen Displays, anzuzeigen. Im Hinblick auf die visuelle Kommunikation mittels Digital Signage Lösungen gibt es einiges zu beachten. Eine große Rolle beim Digital Signage Content-Design spielt es, dem Publikum die persönliche Werbenachricht richtig zu kommunizieren. Dafür hängt alles von

  • einem guten, medienadäquaten Konzept,
  • der richtigen Menge an Content sowie
  • vernünftigen Kommunikationsstrategien ab.

Damit das Gesamtkonzept am Ende stimmt und die persönliche Werbe-Botschaft ihr Publikum erreicht, ist nicht nur der Text an sich, sondern auch dessen Design äußerst wichtig. Aus diesem Grund sind einige wichtige Typografie-Regeln im Bereich Digital Signage das A und O. Nur wenn Typografie richtig eingesetzt wird, kann eine interaktive, mediale Oberfläche dem Betrachter auch echten Mehrwert bieten.

Faktoren für gute Lesbarkeit auf Digital Signage Lösungen

Damit das Content-Design und damit auch die Typografie des Werbe-Textes auf einem Digital Signage Bildschirm für dessen Betrachter gut lesbar ist und den gewünschten Werbezweck erfüllt, müssen diverse technische und visuelle Faktoren wie

  • Displaygröße
  • Auflösung
  • Leseabstand
  • Betrachtungswinkel
  • Schriftgröße
  • Helligkeitskontraste und
  • Umgebungssituation

gut aufeinander abgestimmt sein. Für eine gut lesbare Darstellung hängen sie unmittelbar miteinander zusammen.

Content typografisch wirkungsvoll gestalten

Wenn Menschen mit Warten beschäftigt sind, ist ihre Bereitschaft größer, Displays zu lesen. Werden sie täglich jedoch zu häufig im Bus oder am Bahnsteig damit konfrontiert, entwickeln sie mit der Zeit eine Resistenz gegenüber visuellen Eindrücken. Wird relevanter Content jedoch mit gut eingesetzter Typografie auf Digital Signage Lösungen und abwechslungsreiches Design dargestellt, kann man dieser entgegenwirken. Weil man nur eine begrenzte Zeit- beziehungsweise Aufmerksamkeitsspanne von etwa drei bis sechs Sekunden zur Verfügung hat, in der ein Leser mit einer Digital Signage Lösung erreicht werden kann, sollte nicht zu viel Content auf einmal auf einem Display angezeigt werden. Stattdessen gilt es, Aussagen gezielt zu fokussieren und sie getreu dem Motto „weniger ist mehr“ zu formulieren.

Vor allem bei Lauftexten haben Leser grundsätzlich nicht die Möglichkeit, innerhalb der Zeile mit ihrem Blick zurückzuspringen. Deshalb sollten die Texteinheiten auch hier so kurz wie möglich sein. Werbe-Botschaften sollten daher maximal doppelt so lang formuliert werden, wie das Display auf einmal anzeigen kann. Je kürzer eine Werbenachricht ist, desto leichter verdaulich ist sie später auch für das Publikum. Schlagzeilen mit einer Länge von unter 250 Zeichen erreichen Aufmerksamkeitsraten von 60 Prozent. Längere Werbetexte werden am besten auf mehrere Zeilen aufgeteilt, wobei eine Zeile aus nicht mehr als 55 bis 85 Zeichen bestehen sollte. Zu viel Content ohne visuelle Freiräume, also vollgeschriebene Displays ohne angemessen ausgewählte Typografie auf Digital Signage Bildschirmen, sind weniger kommunikativ.

Spezielle Schriften für das Digital Signage Design?

Grundsätzlich können sich Überschriften und Fließtexte

  • durch Schriftgrad
  • Schriftfarbe oder
  • Schriftschnitt

unterscheiden. Die Gesamtaufteilung des Bildschirmformates sowie gute Hierarchien sind für eine gute, gezielte und handlungsorientierte Wahrnehmung wichtiger als die Schriftwahl.

Trotzdem sollte eine gute Schrift für ein elektronisches Medium Charakter besitzen. Da moderne Displays immer höhere Auflösungen besitzen, kann mittlerweile grundsätzlich so gut wie jede Schrift verwendet für die Typografie im Digital Signage Bereich eingesetzt werden. Am besten versucht man, sich auf zwei bis drei verschiedene Stile zu beschränken. Das bedeutet, dass der Textkörper in lediglich einer Schriftart und Größe dargestellt werden sollte. Beim Titel kann man jedoch ruhig etwas experimentierfreudiger sein und man darf ruhig verschiedene Schriftarten verwenden. Vorsichtig sollte man aber bei zwei zu ähnlichen Schriftarten sein. Das kann schnell den Eindruck erwecken, als hätte man einen Fehler gemacht und sich versehentlich für die falsche Schriftart entschieden.

Die am häufigsten verwendeten Schriften für Werbe-Nachrichten sind

  • Arial (28 %)
  • Helvetica (20 %) und
  • Verdana (8 %).

Ist eine spezielle gewünscht, kann diese meist durch kleine Eingriffe wie Schriftgröße und Vergrößerung des Zeichenabstandes bildschirmtauglich gestaltet werden.

Leseabstand und Schriftgrößen beachten

Auch der Leseabstand spielt bei der Typografie für Digital Signage Lösungen eine große Rolle, da sich Betrachter einen Bildschirm meist aus einiger Entfernung von etwa 1,5 bis 3 Metern aus ansehen. Bei großer Lesedistanz müssen Schriften demnach groß genug angezeigt werden, damit der Leser sie gut erkennen kann. Der Werbetext sollte sich gut vom Display abheben, ohne die Augen des Betrachters zu belasten. Je weiter der Bildschirm von ihm entfernt ist, desto größer sollte die Schrift gewählt werden:

Schriftgröße in Punkten

20 pt.

34 pt.

50 pt.

66 pt.

100 pt.

133 pt.

Betrachtungsabstand in Metern

ca. 2,00 m

ca. 3,50 m

ca. 5,50 m

ca. 7,50 m

ca 10,00 m

ca. 15,50 m

Eine gut lesbare Bildschirmschrift muss bei kleinen Schriftgraden außerdem so dargestellt werden können, dass jedes Schriftzeichen auch einzeln gut erkennbar ist.

About Tim

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